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Canaima - Salto Angel
Salto Angel, der hoechste Wasserfall der Erde
Über die Entdeckung des Wasserfalls – durch einen Weißen,
denn den
Indianern der Region war er natürlich immer schon, und zwar unter dem Namen Churúnmerú, bekannt – sind mehrere Versionen im Umlauf. Es heißt, dass bereits
1910 ein gewisser Ernesto Sánchez de La Cruz bei einer Expedition auf dem Río
Carrao den Wasserfall gesichtet haben soll. Wie dem auch sei, jedenfalls ist
eine Menge Gras über diesen Vorfall gewachsen, so dass der amerikanische
Buschpilot Jimmy Angel annehmen konnte, er sei der Entdecker dieses
Naturwunders, als es bei einem Flug im Jahre 1936 über den Auyántepui
überraschend in sein Blickfeld geriet.
Was der Abenteurer, der mit seiner
einmotorigen Propellermaschine Gold und Diamantensucher mit Lebensmitteln
belieferte, oder gegen gutes Geld reiche Mexikaner zu geheimnisvollen Goldschätzen flog, in dieser verlorenen Welt genau zu suchen hatte, ist nicht
ganz klar. Sicher ist aber, dass auf dem Haus der Götter (als deren Wohnsitz
betrachten die Pemón Indianer die Tafelberge) schließlich als erster ein Mann
mit dem Namen "Engel" landete. Im darauf folgenden Jahr setzte Angel glücklich
mit seiner Flamingo auf dem Plateau des Tafelberges auf, allerdings auf einem
morastigen Untergrund, der einen Start unmöglich machte. Dem Piloten und seinen
Begleitern gelang der Abstieg und die Rückkehr in die Zivilisation innerhalb von
elf Tagen; die Bruchlandung machte den Wasserfall und seinen Entdecker berühmt.
Sein Flugzeug hingegen blieb noch 33 Jahre auf dem Plateau liegen, bis es vom
venezolanischen Militär geborgen und ins Luftfahrtmuseum nach Maracay
transportiert wurde.
Über die genaue Höhe
des Wasserfalls werden unterschiedliche Angaben gemacht. In venezolanischen
Prospekten erreicht er zumeist über 1000 m, in anderen Schriften werden Daten
zwischen 965 und 985 m genannt (bezogen auf den freien Fall). Tatsache ist, dass
sich in der Trockenzeit die Wassermengen so weit vermindern, dass sie, in
Myriaden von glitzernden Tropfen zerstäubt, den Boden gar nicht mehr berühren.
Canaima
ist neben Margarita und Merida die Haupttouristenattraktion Venezuelas. Ganze
Ketten von herrlichen Wasserfällen. Im Südosten die faszinierende
Landschaft der Gran Sabana, eines der ältesten Gebirge der Welt. Der
Canaimanationalpark in der Gran Sabana ist ein Paradies für Naturliebhaber und
Fotografen. Eine der 2 Teile unseres Planeten, die nie mit Wasser bedeckt waren,
sind die Tafelberge "Tepuis" im Canaima Nationalpark. Über Jahre hinweg
entwickelten sich Pflanzen und Tiere, die einzigartig auf der Welt sind, einige
speziell nur auf bestimmten Tepuis vorkommend. Die Flüsse welche die Wasserfälle
von Canaima bilden gehören zu den grössten Wassereserven der Welt. Um dieses
Ökosystem stabil zu erhalten, gestattet die Regierung nur lizensierte und
genehmigte Touren. Die Höhepunkte bilden "Salto el Sapo" welcher am Fusse eine
cocacola farbene Lagune mit feinem Sandstrand hat und sein kleinerer Bruder
"Salto el Sapito" mit einer kleinen Höhle. Das Wahrzeichen von Canaima ist ein
kleiner schwarz - gelber Frosch, der einem des Öfteren auf dem Weg begegnet
(keine Angst er ist nicht giftig).
Verweise und Links auf der Webseite www.scubadiving - margarita.com, www.amormargarita.org und www.mitglied.lycos.de/scubadivers
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