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Zurück/Home              Insel Margarita            Venezuela, Isla Margarita der 15.04.2008

Die Insel Margarita ist mit keiner anderen Insel zu vergleichen! Sie ist weder typisch Karibik noch Südamerika.

Sie besteht aus tropischen Wäldern mit Mangos, Bananen, Ananas und einigen für uns weniger geläufigen Früchten, wie Parchita, Mamai, Hicaco. Die Berge erreichen eine Höhe von fast 940m und beinhalten eine Menge an seltenen Arten von Pflanzen wie z.B. Orchideen, Aufsitzer und Blüten wie der Papageienschnabel. Die Tierwelt reicht von der kleinen Blattschneide Ameise, Hundertfüssler, Spinnen, Schlangen, Kolibris bis hin zu Kapuziner Affen.

Die fünf Süsswasserquellen der Insel verwandeln die Berge in einem Tropischen Regenwald , zumal.... viel Regen gibt es auf der Insel Margarita bekanntlich nicht. Am Fusse eines jeden Berges findet man die verschiedenen Dörfer der Insel von denen einige sich in Laufe der Zeit zur Städte entwickelt haben, wie Porlamar, Juan Griego und La Asuncion. Sie verbinden die Berge mit den nahe liegenden Stränden. Insgesamt 167km Strand aus Sand oder Muscheln beherbergen jährlich Touristen aus aller Welt.

Insofern ist es kein Wunder, dass Deutsch oder Englisch sowie auch Französisch in Restaurants und Hotels verstanden wird. Die Entwicklung von Bananen Insel zum Touristenzentrum Venezuelas hat sich in den letzten 20 Jahren ergeben. Ähnlich wie Helgoland, Sylt oder Föhr für uns Deutsche, war Margarita schon immer das beliebte Urlaubsdomizil der Einheimischen. So ergab sich, dass der Fischer zum Koch und Kellner wurde.

Der Tourismus boomt auf Margarita wie nie zuvor. Politische Ereignisse des Landes begünstigen das Einreisen Internationaler Touristen, super Schwarzmarkt- Wechselkurse lassen die Insel als Geschenk für jeden Europäer erscheinen. Fast alles für "Nen Appel und`n Ei". Supermärkte, Kaufhäuser und Einkaufzentren, bieten alles was wir von zuhause aus gewohnt sind. Es gibt nichts, was es nicht gibt. Dadurch hat die Insel auch einen ganz neuen Charakter als Insel für Aussteiger bekommen, ideal für die ganze Familie. Ärzte, Kliniken, Mehrsprachige Privatschulen, Ferien und Freizeit- Parks alles vor Ort. Der Internationale-Flughafen dient auch als Sprungbrett, schnell und günstig nach Miami, Aruba, Grenada oder direkt in den Dschungel oder das Gletschergebiet von Venezuela.

 

Das Paradies für Aussteiger

Ein Traum wird wahr - das eigene Haus auf einer kleinen karibischen Insel! Na, auch diesen Traum geträumt? Warum wollen immer alle den gleichen Traum? Die Antwort wird uns kein Traumdeuter besser geben können als das deutsche Finanzamt!

Immer mehr Steuern die einem aufgebrummt werden, so genannte Altlasten welche wir schon seit Jahrzehnten mit uns tragen und immer noch abbezahlen. Wer träumt da nicht vom Gegenteil, einem Platz wo die persönliche Freiheit noch gross geschrieben wird, der Lebensunterhalt nur ein Appel und ein Ei kostet, das Benzin fast kostenlos ist und endlos weisse Strände den Horizont säumen - das Schlaraffenland Margarita...

Moooooooment einmal! Das sind vielleicht Träume welche Ihnen dubiose Makler ausmalen, denn die Wirklichkeit auf der Isla Margarita ist doch ein wenig anders. Auch wenn es von aussen so aussieht, dass keiner Steuern bezahlen muss, und man mit Geld in der Tasche hier die Narrenfreiheit hat, so wird man nach einiger Zeit auf der Insel doch eines Besseren belehrt!

Sicher gibt es noch keine Alkohol- oder Geschwindigkeitskontrollen hier auf der Insel, dass heisst aber noch lange nicht, dass wir kein Recht und keine Ordnung haben. Wenn man erst einmal ein paar Wochen/Monate auf der Insel gelebt hat, wird man merken, dass auch hier der Cent 2x rumgedreht werden muss. Die Inflation galoppiert in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit davon! Die Lebenshaltungskosten überschreiten weit das Bruttoeinkommen. Die Regierung erhebt Auflagen an Gewerbe- und Grundstückseigentümer, wer diesen nicht nachkommen kann wird mit hohen Geldstrafen, Schliessung oder gar Enteignung bestraft! Ups, Angst bekommen?

Es sind immer die gleichen Menschen, welche von der Regierung an den Wickel genommen werden, nämlich genau die, welche meinen vom Gesetz ausgenommen zu sein, die sich mit Geld das Gesetz erkaufen wollen, diejenigen die immer noch von der grenzenlosen Freiheit träumen. Wer sich weisse Strände wünscht darf sich bei den staatlichen Putz- und Reinigungskolonnen bedanken, welche sich wirklich Mühe geben die Strände und Strassen sauber zu halten. Dass die Grundnahrungsmittel noch im Verhältnis zu den Luxusartikeln einigermassen günstig ausfallen, dafür kann man sich auch bei der Regierung bedanken welche diese mit Sonderaktionen unterstützt. Genauso ist es mit den Benzinkosten und ärztlichen Untersuchungen. Ohne diese Regierungshilfe würde die Masse der Arbeiter schon längst unter einer Brücke schlafen (Sinnbildlich gesehen, da Margarita nicht genug Brücken besitzt). Wer also hier sein Geld verdienen muss, schuftet hier genauso viel wie wo anders auch!

Ideal ist es für denjenigen, welcher sein Einkommen aus dem Ausland bezieht. Er hat denselben Nutzen der Vergünstigungen! Pensionäre welche der Kälte entfliehen, Mittelschichtler die sich für eine geraume Zeit zurückziehen wollen, Investoren die Eigentum als Kapitalanlagen nutzen. Unter Berücksichtigung und Durchführung der gesetzlichen Auflagen ist und bleibt die Isla Margarita immer noch eine traumhaft schöne Insel - mit Regeln und Ordnung! Ich lebe jetzt schon seit mehr als 15 Jahren auf dieser Karibikinsel, habe hier meine Traumfrau gefunden und mit meinen 3 Kindern das Bildungs- und Gesundheitswesen aus der Nähe kennen gelernt.

Wer hier auskommen will, muss als erstes erkennen, dass dies hier nicht Deutschland ist, und schon gar nichts nach deutschen Regeln und Normen durchgeführt wird. Auch wenn es ein Recht ist was man hat heisst es noch lange nicht dass man es auch zugesprochen bekommt - und schon gar nicht schnell!!!

Wer hierher Auswandern will, sollte genug "Spucke, Geduld - und vor allen Dingen Zeit" mitbringen. Für weitere Informationen stehe ich Ihnen gerne zu Verfügung, oder wenden Sie sich direkt an den deutschen Honorar-Konsul auf der Insel. Für unsere deutschsprachigen Leser aus Spanien welche gerne zu uns Auswandern wollen empfehle ich sich die Webseite www.p-m-g.info anzusehen.

    Die Top Strände von Isla Margarita

Lassen Sie uns unseren Strandspaziergang rund um die Insel Margarita im lockeren Trott für Anfänger beginnen!

Beim Fischerdorf Manzanillo im Norden, mit seiner kleinen Bucht, den typischen einheimischen Restaurants, einem schönen 1,5km langen Sandstrand und jadegrünem, kühlem, ruhigen Wasser. Fischer bringen sie gern mit Ihren Booten der Nordküste entlang zu den versteckten, nicht auf dem Landweg erreichbaren Stränden "Las tres Playas" - ideal für romantische Stunden oder ein Picknick mit der ganzen Familie.

Playa Pedro Gonzales bietet eine Alternative in der Länge! Fast gleich lang, aber mit wesentlich mehr Komfort an Restaurant, Boulevard und Ambiente, ist dieser Strand ein kleiner Insider Tipp. Er liegt kurz vor dem bekannten Playa Caribe und ist nicht so überteuert wie dieser. Zum Spazieren in einheimischen Flair mit Kolonial Häusern aus den 17/18. Jahrhundert ein reiner Augenschmaus. Wer ein guter Wanderer ist kann bis zum Leuchtturm hoch klettern, man muss aber feste Schuhe habe!

 

Schon etwas länger dauert der Spaziergang am Playa Caribe bei Juan Griego, 2km langer sehr schöner Muschelstrand mit Palmen, Sanddünen, einer kleinen vorgelagerten Insel mit Pelikanen und Krabben, ausgezeichneten Restaurants und Strandbars, Jetski im leicht welligen, warmen Wasser ist auch für den Nichtprofi ein Riesenspass.

 

Lust auf etwas mehr Action und eine kleine Strandwanderung? Das bietet Playa el Yaque im Süden, 2,5km Sandstrand mit einer konstanten Brise und sehr flachem Wasser ideal für Windsurfen, Segeln, Kitesurfen.

 

Marina Concorde ist das klein Maiami Beach! Kleiner, teilweise "Schnuckelige" Restaurants und Beach-Bars umsäumt vom Flair eines kleinen Jachthafens. Der Strand ist echt nett zum Schlendern, aber das Wasser sollte man meiden!

 

Noch zu ruhig? Playa Parguito im Nordosten lädt mit seiner Brandung zum Wellenreiten, Surfen und Bodyboarden ein, falls sie genug vom Laufen haben, steigen sie um aufs Pferd und galoppieren den 3km langen Sandstrand entlang.

 

Oder zum Muscheln "twisten" am Playa Guacuco im Osten, weisser Palmenstrand 5km, leichte Brandung, ideal für Kinder, die viel Spass daran haben mit den Einheimischen im seichten Wasser nach der begehrten Muscheldelikatesse "Guacuco" zu suchen. Mit der Twistmethode werden die Muscheln mit den Füssen aus dem lockeren Sand gebuddelt, Wasseraerobic einmal anders.

Ein ebenfalls sehr langer Strand (ca 5km) ist der Strand von Juan Griego. Da dieser entlang des Hafens geht, ist auch hier das Baden im Wasser nicht so empfehlenswert. Dafür aber die Aussicht auf die stark belaufenen Einkaufstrassen von Juan Griego. Am Strand selber findet man kaum Menschen welche den Strand als solches nutzen. Kleiner Restaurants haben ihre Terrassen zur Strandseite hin angesiedelt. Schön auch am Abend zum berühmten Sonnenuntergang. Das leise plätschern der kleinen karibischen Welle animieren zum "Schlendern" und nicht zum "Joggen", auf jeden Fall ein Besuch wert!

Im Anschluss der Marina Concorde kommt die Costa Azul. Ein sehr ca. 7km lang gezogener Sandstreifen mit wenig Bewuchs welcher Porlamar mit Pampatar verbindet. Ideal zum Joggen. Ganz neu die Ansiedlung einiger Beach-Pubs und Discotheken (Kamy-Beach Club), so dass man auch am Abend den Strand begehen kann!

 

Noch nicht müde? Lassen sie sich mit einem Boot zur Playa La Restinga im Nordwesten bringen, 22,5km Fussmarsch, es lohnt sich, hier finden sie die tollsten Muscheln.

 

    Im Verborgenen auf der Isla Margarita

Tagtäglich fahren wir an ihnen vorbei ohne ihnen Beachtung zu schenken - den verborgenen Sehenswürdigkeiten auf der Insel Margarita. Von aussen meist unscheinbar und von innen umwerfend schön, mit Tieren - Pflanzen oder Handwerksarbeiten.

Sant Juan de Bautista: ein kleines Dorf an der alten Hauptstrasse Juan Griego - Espinal gelegen. Die hohe Baum Allee versperrt die Sicht auf dieses alte schöne Dorf mit seiner kleinen malerischen Plazita und der Kirche Sant Juan. Besser bekannt geworden ist das Dorf durch seinen kleinen Wasserfall am Fusse des Berges "La Sierra" wo ein Wanderpfad und ein Grillplatz dem Touristen Ruhe und Entspannung in einer Regenwald Atmosphäre bieten. Wer es etwas gepflegter, aber nicht weniger tropical haben möchte, sollte das ehemalige Kloster " La Casona" von Sant Juan besuchen. Schon seit langem kein Kloster mehr bietet dieses Refugio im alten Kolonial- Stil ein kleines Hotel mit ausgezeichnetem Restaurant.

Taguantar: an der neuen Landstrasse von Juan Griego in Richtung Flughafen links gelegen das grösste Heimatmuseum auf Isla Margarita. Aufgemacht wie ein kleines Mexikanisches Dorf mit einer grossen Anzahl an Indianischen Skulpturen, Handarbeiten und Malereien. Zusätzlich noch Gebrauchswerkzeuge aus der Neuzeit wie z.B. eine Rum-Destilieranlage, Zeitungspresse, Tinkturen und Getränke. Nicht ganz passend sind die Taucherhelme aus den Anfängen der Pionierzeit des Tauchens in Venezuela.

Africa-Acaurium: in Mitten der Touristenhochburg Playa el Agua die grösste Zucht von afrikanischen Süsswasser-Fischen für den Bereich Venezuela/Südamerika. Ein Augenschmaus für alle Aquarien-Freunde. Für mehr Infos uns bitte anschreiben! Für mehr Infos/Fotos klick hier

Kinderpark und Streichel-Zoo: an der Hauptstrasse Playa el Agua, schräg dem Hotel Hesperia gegenüberliegend der Privatbesitz der Familie Braulio - welcher heute ein kleiner Freizeitpark für Kinder ist.

Casa La Ventura: Abgesehen von einer traumhaft schönen Apartmentanlage für Urlauber aus aller Welt, Aussteller von Exotischen Tieren Lateinamerikas und Salzwasser-Fischen aus dem pazifischen Gewässern. Für mehr Infos uns bitte anschreiben.

El Parque del Agua: der Wasserpark mit seinen Turbo-Rutschen und Wildwasserbahn liegt gleich am Strand von El Cardon. Die Anfahrt jedoch ist über die Hauptstrasse El Tirano, fast in einer Kurve, am Restaurant "El Fritin".

Veneguay: Töpferei an der Hauptstrasse zu Paraguachi. Eine unscheinbare Lehmhütte mit üppiger Ausstellung an Ton-Figuren und Tellern in tropischen Farben. Das Gebäude liegt gleich neben der wohl bekannteren Autowaschanlage "Jumbo".

El Conuco del Abuelo: kleiner urtypischer Bauernhof mit vielen einheimischen Tieren und Früchten. Für Touristen von den Besitzern als Agrar- Museum freigegeben, wo man viel über die Herstellung von Landestypischen Nahrungsmitteln erfährt. Mais schroten, Fladen backen, Aufgesetzten brauen und Zuckerrohr pressen. Schlangen, Affen, Papageien und Landschildkröten runden den Besuch beim "Opa" - Abuelo ab.

El Labyrinto: ein Botanischer-Garten mit Ausstellung aller Pflanzen von Isla Margarita und auch Teils vom Festland Venezuelas. Der Eingang befindet sich hinter einer hohen Schilfrohrwand an der Verbindungsstrasse von La Asuncion - Los Robles. Attraktion sind die beiden Labyrinthe aus Manns hohen Birken-Feigen und der Tiergarten.

Der Strand Guacuco: neben Playa Parguito der wohl beliebteste Badestrand der Venezuelaner. Einer der längsten Palmen Strände mit kleinen Fischrestaurants und Grillbuden. Flachwassergebiet mit Muschelsand. Da der Strand nur über die Hügelgruppe Manantial/Cochaima oder über die Zufahrt Guacuco/Matarsiete zu ereichen ist, ist er bei den ausländischen Touristen wohl der unbekannteste der Badestrände.

 

Santa Ana / Tacarigua: kleine Dörfer im Herzen von Margarita mit landwirtschaftlichen Nutzflächen, Kultur-Museum und eine grosse Auswahl an Handarbeiten (Bastsachen und Hängematten). Höhepunkte sind in Santa Ana die Blumenzucht (Carlas) der Familie Ruddlof und die kleine Befestigungsanlage (eine von 5 auf der Isla Margarita) mit Ausblick auf die Bucht von Juan Griego und El Macro.

 

    Playa el Agua Gestern und Heute

Der Playa el Agua, mit seiner 2,8 Km Länge, ist eines der Aushängeschilder Nr.1 des Ferienparadieses Isla Margarita. Hohe Palmen, weisser Strand und meist türkisfarbenes Wasser mit einer leichten Brandung...!

Dies können wir in fast allen Reiseführern nachlesen, aber was ist wirklich so besonders am Playa el Agua? In vielen Urlaubsländern ist die Unterhaltung nicht gerade dort wo auch die Hotelanlagen sind, welches wegen der Ruhestörung auch seine Vorteile hat. Der Playa el Agua bietet auf ziemlich dichten Raum alles: Strand, Shops, Restaurants, Beach-Discos und nette Hotels - so dass ein Taxi oder Leihwagen sich erübrigt. Auch die Service-Angebote wie: Supermarkt, Apotheke, Wäscherei, Auto/Motorrad- Vermietung, Wechselstuben und Geldautomaten bieten dem Playa el Agua Besucher einen Komfort wie er ihn nur aus den Städten kennt.

In sich selber ist der Playa el Agua schon zu einem grösseren Dorf zusammen gewachsen. Das Dorf La Mira, welches an der Hauptstrasse oberhalb vom Playa el Agua gelegen ist, grenzt fast schon an das Nachbar Dorf Manzanillo im Norden der Insel an. Dort befinden sich die ganzen privaten Ferienhäuser und kleinen Pensionen, während zum Strand hin die grösseren 3-4 Sterne Hotels liegen.

Anfang der 90er gab es nur ein paar Hotels am Playa el Agua und Ferienhäuser fast gar nicht. An dem 2,8 Km langen Strand befanden sich nur ein paar bessere Fisch-Buden und 3-4 nettere Restaurants. Da die Bebauung noch nicht so weit wie heute war, konnte man die "Strand-Meile" in wenigen Minuten ablaufen. Heute findet man bis fast am Ende des Strandes noch die ein oder andere Fisch-Bude ( wo der Fisch schon seit langem dem Hamburger weichen musste). Die meisten Buden wurden Anfang 94 von der Regierung abgerissen oder die Besitzer dieser Buden haben sie zu Restaurants umgewandelt (Sanitäre- Einrichtungen installiert). Auch die idyllischen kleinen Sonnenschirme aus Palmenwedel mussten aus Hygiene-Gründen (Parasiten) abgerissen werden, dafür kamen dann die mit Reklame jeglicher Art strotzenden Sonnenschirm - Batterien. Schirm neben Schirm, und in der Hauptsaison 2,3, bis vierreihig. Der Playa el Agua boomte!

Nach und Nach änderte sich der Charakter des Playa el Aguas, wo einst kleine Musik-Bands im Calipso, Reggae oder Salsa Stil in den Restaurants spielten - dröhnten jetzt 1000 Watt mit Europäischer- Discomusik in den "Strandbars". Eine Beach-Party konkurrierte mit der Anderen, die Hotels beschwerten sich über des Lärmes. Eine Lösung musste gefunden werden, für den Erholungssuchenden sowie für den Nachtschwärmer! Am Rande des Playa el Aguas wo es weniger grosse Hotels gab wurden grosse Discotheken eröffnet. Air-Condition, 3000 Watt-Boxen und Getränke aus Plastikbechern. Wie sollten diese Kühlschränke mit den Stranddiscos konkurrieren können, selbst als man die Airco runtergedreht hat und den Sand vom Strand mit LKWs in die Discos gebracht hatte, haben diese immer noch kein Chance gehabt.

Die Discos verschlossen die Türen und das Chaos kehrte an seinem Platz zurück. Hoteliers und Regierung mussten sich mit den Restaurantbesitzern einigen. Nur wenige Restaurants und Bars bekamen eine Genehmigung laute Musik zu spielen, die meisten durften schon um 1 Uhr Nachts das Feiern beenden. So mussten die Quartals-Trinker ein wenig schneller ihre Becher leeren oder sich mit einem Taxi in die Stadt bringen lassen, wo es dann noch bis zum frühen Morgen weiter ging.

Das brachte den Pub`s und Discos der Stadt Porlamar eine Menge mehr Kundschaft. Discotheken und Musikkneipen schossen fast über Nacht aus dem Boden. Die Animateure der grossen Hotels am Playa el Agua fuhren Busseweise die aktionslustigen Touristen zu den Discotheken. Das Nachtleben am Playa el Agua schlief ein! Nur wenige Bars überlebten diese Ebbe, der Kundenkreis dieser änderte sich auch: Playa el Agua wurde zur Sex und Drogen -Szene!

Erst mit der neuen Regierung zum Ende der 90er wurden Öffnungszeiten, Alkohol-Lizenzen so wie das Alter der Besucher kontrolliert. Selbst der Urlauber war bei Personenkontrollen nicht verschont geblieben, und wer keinen Pass mit dabei hatte durfte Löhnen oder kurz mal mit dem Streifenwagen fahren (spätestens dort durfte der Urlauber dann doch bezahlen). Strand-Feten wurden ganz verboten, die Polizei patroulliert mehrfach am Abend die Strand-Bars ab, dunkle Gestalten wurden gleich ausgesondert und die Bekannten "Spitzbuben" standen unter Beobachtung.

Heute hat sich das Nachtleben des Playa el Aguas auf 2-3 Bars reduziert, die restlichen Restaurants bieten wieder tagsüber Sonnenliegen und leckeren Fisch an. der Boulevard wird saubergehalten (vom Müll und von Spitzbuben). Einige Restaurants bieten sogar Sport-TV und Kinderspielplatz, so dass die ganze Familie den Strand geniessen kann. der Playa el Agua ist wieder idyllisch, mehr und mehr kleine Restaurants entstehen. Auch die Hotels bauen an - der Playa el Agua ist wieder das Aushängeschild Nr.1

 

    Restaurant - Check - Playa el Agua


Im Allgemeinen muss man sagen das die Restaurants auf der ganzen Insel recht gut sind. Jedoch hat der Europäer so seine Kleinigkeiten wo er sehr drauf achtet, weil vom schönen Teller wird man alleine nicht satt.

 Im Bezug auf Sauberkeit in der Küche, im Speisesaal oder auch auf den Sanitären Einrichtungen wollen wir es doch sauber, oder nicht? Falls dieses alles gewährleistet sei würden wir in einem sterilen Krankenhaus essen. Selbst bei Muttern ging nicht immer alles nach Norm und Mass. Schnelligkeit ist keine Hexerei, jedoch hier in Venezuela laufen die Uhren ein wenig langsamer, wer sein Essen schnell will muss hier zu Mc Donalds gehen. Oft hat man Wartezeiten bis zu eine Stunde bis das das Essen kommt. Zur Überbrückung helfen die leckeren Cocktails und ein paar "Pasa Palos" - Dipps, welche in fast allen guten Restaurants serviert werden.

 Die Preise richten sich nach der Anzahl der Kellner, zumindest macht es den Anschein - je mehr Kellner im Restaurant um so teurer die Speisen. Jeder Koch schimpft sich der beste auf der Insel, die Entscheidung ob er recht hat liegt bei ihnen als Kunden. Unsere Gäste sind mit uns einer Meinung wenn es ums Essen geht: Die Leistung muss stimmen!!! Immer wider haben wir gute Erfahrungen mit Restaurants in Porlamar gemacht: Nationale Küche - "Mandinga" gegenüber vom Hotel Maria Luisa, oder das "Las Colinas del Pintor" in Los Robles. Italienische Küche "El Positano", Spanische Küche "Las Sevillanas", Chinesische Küche "Luckys", Mexikanische Küche "Senor Froggs", Französische Küche "Coccodi".

 Am Playa el Agua sieht die Sache ein wenig anders aus. Einheimische Küche am Abend zu finden ist fast unmöglich, alles ist in der Hand von Ausländern, Deutsche, Holländer und Italiener. Zu dem kommt noch das alle Restaurants direkt am Strand sind. Bis das das Essen aus der Küche kommt ist es von der ständigen Meeresbrise abgekühlt, die Kristallgläser von der Salzluft beschlagen und durch die Feuchtigkeit am Abend und die sandige Luft ist alles klebrig.

 Für Gäste am Playa el Agua gibt es ein paar Geheimtipps: In mitten vom Playa, in einer kleinen Seitenstrasse versteckt "Calle Miraguar" gibt es ein paar sehr leckere Ausnahmen: Deutsche Küche "Hardys Taverna", der Unterhaltungs-Treffpunk für nette Leute Cafe-Bistro-Restaurant-Live Musik "La Cucaracha" und Thailändische Küche "Thai Chi". Diese sind mit Abstand die besten Insider Tipps vom Playa el Agua. Als Fisch und Meeresfrüchte Restaurants sind das "Marlin" und "El Pacifico" zu nennen. Für einfache Sachen vom Grill ist man am Eingang vom Playa el Agua bei "Erwin - El Tinajon del Agua" gut aufgehoben.

 

    Night Life auf Isla Margarita   

Saturday Night Fever! Ja, und was ist mit Montag, Mittwoch, Donnerstag... ? Die Insel ist wie eine einzige Kleinstadt in der Provinz, wobei das Zentrum Porlamar bildet. Porlamar ist aufgegliedert in vier Zonen: Shopping Meilen altes Zentrum (Plaza Bolivar) - neues Zentrum (Av. 4 de Mayo, Jumbo und La Galeria), der Hotelbereich (Hafen Marina Concorde und Marina Hilton) und die Grossmärkte am Rande der Stadt (Conejero, Sigo, Sambil und Rattan Plaza).

Jede dieser Zonen ist wie eine kleine Satelliten Stadt welche in die andere übergeht. Ähnlich wie das Ruhrgebiet in Deutschland. Jede dieser Zone hat ihren Nukleus wo der Treffpunkt aller Nachtfreunde ist. Meist sind sie für den Fremden schwer aufzutun, aber einmal die Orientierung bekommen "geht der Punk ab"! Tipps bekommen sie von jedem Reiseleiter oder Animateur in ihrem Hotel.

Schwerpunkte des Nachtlebens in Porlamar sind im alten Zentrum die typischen Bierkneipen (Tascas) welche meist mit sehr alkoholisierten "Gestallten" und ihren sehr freizügigen "Begleiterinnen" auf Kundschaft warten - klein Shanghai. Für einen nicht gerade Lebensmüden normal denkenden Menschen welcher nicht auf der Suche nach dem grossen Abenteuer ist -bestimmt der falsche Ort!!!

Das neue Zentrum mit seinen überdachten Shopping Malls wie Jumbo, Sambil und Rattan Plaza hat in jeder Ecke eine Musik/Sport - Bar anzubieten. Dazu kleinere Discotheken und Biergärten mit lauter Merengue oder Salsa Musik.

Die grossen Discotheken findet man meist in der Nähe von grossen Hotels am Hafenrand von Porlamar/Pampatar. Senor Froggs, Kamy Beach und Tai Beach sind die Highlights des Nachtlebens der Kleinstadt-Metropole.

Anders ist das Nachtleben am bekannten Badestrand Playa el Agua, ein Boulevard mit vielen Restaurants, Tascas und Beach- Bars wo man Barfuss im Latin Rhythmus das Sonnige Gemüht der Margaritenos geniessen kann. Zu empfehlen sind Beach Bar Woody`s, Moises, Panare und das Musik-Bar-Restaurant-Bistro " La Cucaracha"

    Surfing Surfing... Kitesurfen, Windsurfen, Boardsurfen

Ob Body-Board, Wave, Wind oder Kite Surfing - die Isla Margarita bietet für jeden Surfer etwas. Margarita ist bei den Internationalen Surfern schon lange ein Begriff, werden hier nicht die berühmten Wild Wind Championchips für Wind-Surfer durchgeführt.

Der bekannteste Strand für unsere Windsurfer ist wohl "El Yaque". Eine Lange Sandbucht mit absolutem Flachwasser. Der ständig wehende Wind gibt dem Surfer allzeit die Möglichkeit aufs Brett zu gehen. Der Strand ist nicht gerade ein idealer Badestrand da man meist Gesandstrahlt wird, aber die kleinen netten Posadas und Hotels laden einem zu dableiben ein: Windsurf Oasis, Surf Paradis und Club Mistral sind wohl die bekanntesten unter den Surf-Hotels.

Ideal für den Besucher ist die kurze Fahrt vom Flughafen bis zum Surfer Strand, keine zehn Minuten und schon ist das Brett an seinem Bestimmungsort. Wer sein Brett nicht mit in den Urlaub nehmen möchte kann sich dort eines mieten. Auch für Anfänger gibt es dort einige Surf-Schulen, mit im Durchschnitt 4-6 Std Praxis in der Woche hat man in 2 Wochen das Windsurfen schon recht gut drauf. Der Rest ist das gemütliche Zusammen sein mit den andern Surfern, welche schon weit in der Welt herum gekommen sind. Coole Typen!

Auch der neue Kick des Surfens ist bereits auf der Insel angekommen, Kite-Surfing. Eine Mischung aus Paraglider und Surfboard. Währen des Surfens nutzt der Fahrer die Windböen durch einen, fast wie ein übergrosser Lenkdrache, Paraglider, um mit diesem in die Höhe zu steigen und dort seine Akrobatik durch zu führen. Frei wie der Wind über die Wellen gleiten. Der Schirm sollte jedoch zuvor auf das Gewicht des Fahrer ausgelegt werden. Auch Anfängerkurse von ca. 6 Std können bei El Yaque genommen werden, dafür gibt es abgesondert von den anderen Windsurfer einen extra Strand: Kite-Beach!

Wer lieber die Kraft des Wasser anstatt des Windes spüren will sollte mal zum Brett-Surfen / Boardsurfing am Playa Parguito gehen. Durch die etwas wie ein Fanghandschuh geformte Bucht drücken die Wellen das Wasser geradlinig auf den Strand zu. So kann das rücklaufende Wasser gegen die aufkommende Welle drücken welche dann ideal für das Boardsurfen ist. Wer richtig Brett-Surfer ist kann diese Wellen ein ganzes Stück lang nutzen.

Auch hier am Strand von Playa Parguito finden jährlich die Nationalen Meisterschaften in Boardsurfen statt. Auf den Wellen zu reiten muss man sich leider hier selber beibringen, da es keine Boardsurfschule mehr gibt. aber keine Angst, die alten Füchse helfen einem ständig weiter und geben immer gute Tipps. Treffpunkt der Boardsurfer ist das kleine Restaurant " El Caney " am Ende des Strandes, gerade dort wo die Wellen am besten sind.

Wer erst einmal klein anfangen will sollte es mit dem Buggy-Board-Surfen probieren. eine Kurzversion eines Surfboards aus Styropor mit Kunststoff bezogen. Ein Nicht-Surfer wie ich würde es locker mit einem riesigen Frühstücksbrett vergleichen. Dazu gib es für eine bessere Beschleunigung zu geben noch die passenden Flossen. Kürzer als die der Taucher, sehen mehr einem Entenfuss ähnlich. Loopings, Spins und Turns - diese kleine Flitzer sind recht agil wenn man weiss diese zu benutzen. Anfänger Boards werden dort von den kleinen Buden zum Verkauf angeboten und kosten echt nicht die Welt.

Also rauf auf`s Board und ab in die Wellen, aber immer mit dem Gedanken dass man auch wirklich fit für den Sport ist. Viel Spass!

    Schwimmen mit den Delfinen auf  Margarita

Schon im Kindesalter haben wir alle davon einmal geträumt frei wie Sandy mit seinem treuen Delfin-Freund "Flipper" im klarem Wasser zu spielen. Keiner will es vielleicht zugeben dass es so ist, aber ein jeder erfreut sich wenn die Tümmler ihre Runden und Loopings drehen - lachend mit quietschenden Geräuschen ihre Zähne zeigen und als Dankeschön für den Hering (Belohnung) Flossen-Wedelnder Weise sich vom Publikum verabschieden. Das Delfinario!

Eines - wenn nicht das grösste von allen ist das Delfinario "Sea World" in Orlando USA. Hunderte von Besucher schauen sich Seehunde, Seelöwen, Delfine und auch Killer-Wale (Orca) in einer atemberaubenden Wasser-Show an. Ein Riesen-Spektakel, grösser noch als "Holywood on Ice". Ob Jung oder Alt - diese Show ist für alle "Flipper-Freunde" etwas. Ausser einer sehr Artgerechten Haltung werden diese Tiere regelmässig medizinisch Untersucht, und von Tier-Pädagogen (Trainer, Dompteure) geschult und betreut.

Wer eine solche Show erleben will muss meist sehr tief in die Tasche greifen, zwischen 80.- und 100.- € im Durchschnitt - je nach Saison!

Hier auf der Insel Margarita haben wir seit Anfang der 90er eine ähnliche Attraktion: DIVERLAND, ein Vergnügungs-Park mit einer tollen Delfin-Show, begleitet von ein paar super witzigen Seehunden.

Der Park liegt am Eingang zu Pampatar, gleich gegenüber vom grössten Einkaufszentrum der Insel "Sambil". der Vergnügungs-Park bietet ausser der Delfinshow noch Carting, Riesenrad und eine sehr schnelle Achterbahn (Roller-Coaster) an. Am frühen Nachmittag beginnt die Delfinshow, der Eintritt zum Vergnügungs-Park ist schon mit inbegriffen.

Eine neue Attraktion jedoch ist für Besucher das "Schwimmen mit den Delfinen". Ausgegliedert von der normalen Delfin-Show können die Gäste in den Morgenstunden nach einer fachmännischen Einweisung durch Englischsprachige Trainer und einer Videoshow in kleinen Gruppen mit den Delfinen im Salzwasser-Pool spielen. Leider vergeht die Zeit wie im Fluge und jeder möchte mal mit "Flipper" eine Runde durch den Pool gezogen werden. Hat man gerade angefangen Spass zu bekommen ist die Zeit schon abgelaufen und es geht zurück zum Hotel.

Dieser Spass wird von allen Reiseveranstaltern und Büros angeboten. Die Preise variieren nur sehr leicht, um die 45.-€ kostet dieses unvergessliche Erlebnis. Zusätzlich kann man sich eine DVD oder Video-Kassette gegen einen kleinen Aufpreis bestellen und damit dieses Ereignis mit nach Hause nehmen. Viel Spass!

    Fisch, Fischen, Fischer und Fischerei

Keine Angst! Es ist kein neues Wortspiel, aber es hängt halt alles miteinander zusammen. Gerade hier bei uns auf der Insel Margarita wo fast alle als Fischer oder im Tourismus arbeiten.

"Fisch" gibt es in rauen Mengen um die Insel Margarita herum, so viel, dass selbst Fischer aus den Regionen Tobago und Grenada in die Inselwelten von Venezuela eindringen.

Im Norden der venezuelanischen Inseln ist die Insel-Gruppe Los Testigos, eine Inselgruppe reich an Langusten und Wasserschildkröten, nicht sehr weit von Grenada gelegen. Da die Fischerei in den venezuelanischen Gewässern nur den Venezuelanern vorbehalten ist, kommt es dort regelmässig zu Ausschreitungen zwischen den hiesigen und den ausländischen Fischern, welche mit ihren wesentlich grösseren Schleppkutterkolonnen die Fischereigebiete abgrasen. In ihren riesigen Netzen zerren sie ausser wertvollen Korallen noch Moränen, Schildkröten und auch den Langustennachwuchs mit. Die Venezuelanische Küstenwache/Guardia National hat dort einen Stützpunkt gesetzt um diese Übergriffe zu unterbinden, welches jedoch nur teilweise funktioniert, da diese meist in der Nacht unter Benutzung von GPS stattfinden.

Auch blüht die Piraterie in diesen Zonen immer mehr auf! Nach getaner Arbeit werden die mit dem Fang beladenen Boote regelrecht überfallen und die Ware auf den anderen Inseln verkauft. Die Auswirkungen sind deutlich im Verkaufspreis des Fisches pro Kilo zu sehen, denn wie sonst kann man erklären dass ein Land, welches vor Fischreichtum nur so strotzt, den Fisch so teuer verkauft (im Besonderen Langusten, Langostinos).

Eine andere Art heutzutage mit dem "Fischen" etwas Geld zu verdienen ist es, dem Touristen unter Aufsicht des Fischers an zugelassenen Stellen das Fischen als Sport/Freizeitbeschäftigung anzubieten. Fishing-Trips zu den Inseln Los Frailes sind sehr populär. In kleinen Gruppen von 4-6 Personen werden die Touristen mit Schleppangeln oder Wurfangeln in das Fischereigebiet von Los Frailes geführt wo sie für wenig Geld mit Bier, Sonne und ner Menge Ruhe versorgt werden. (Siehe ab 01.01.06 unter Touren Isla Margarita und auch Boat-Charter). Womöglich ein grösserer Spass für den Fischer als für den Gast, welcher mit der einheimischen Fischerei erst langsam vertraut gemacht werden muss - Prost auch, anstatt Petri Heil!

Als "Fischer" wird man schon geboren, wenn der Vater es ist wird es der Sohn wohl auch werden. Schon von klein auf werden die Jungs mit aufs Boot genommen, wo sie so ziemlich alles über das Handwerk mitbekommen. Eine Schulausbildung scheint da nur zweitrangig zu sein. Nur wenige können gut Lesen oder Schreiben, geschweige denn Rechnen! Interessant zu beobachten, dass auch nur wenige von Ihnen gute Schwimmer sind. Den Titel als Kapitän bekommt man fast immer beim Schwager, welcher in der Seefahrtsbehörde arbeitet - und ich kann euch sagen, JEDER hat so einen Schwager!

Die "Fischerei" hat sich in den letzten 10-15 Jahren hier auf Margarita sehr stark verändert. Hat doch früher jeder für sich selbst gefischt und seine Anerkennung anhand der Kilos welche er aus dem Wasser gefischt hat bekommen, organisieren und kontrollieren heute große Fischkonzerne (Tunfisch und Sardinen als Konservendosen) die Fischerei. Teamwork unter den Fischern, in kleinen Geschwadern werden diese Teams gezielt von der Regierung unterstützt (Mikro-Empresas).

Im Rahmen des traditionellen Fischens werden Netze und Reusen benutzt, welche regelmässig von den Fischern abgefahren werden, wenn sie nicht gerade von erbosten Tauchern zerschnitten wurden (diese Tätigkeit sollte man lassen). Die Fischereigebiete werden von Forschern regelmässig auf Veränderungen ihrer Infrastruktur untersucht um einen so genannten Anbau an Fischen, Langusten und Langostinos zu erhalten. In den letzten Jahrzehnten wurde ohne Aufsicht gefischt und dies hatte das Verschwinden einiger Arten von Fischen zur Folge, welche jetzt durch die Einschränkungen der Aufsichtsbehörde wieder aufgeforstet werden sollen. Bestimmte Fische oder Schalentiere dürfen nur mit einer Mindestgrösse, bzw.entsprechendem Gewicht aus dem Wasser geholt werden. Da wird man noch lange gegen die alten Gewohnheiten der Fischer ankämpfen müssen, welcher für teures Geld gegen die Bestimmungen immer noch Babylangusten, Schildkröten etc. an die bezahlende Bevölkerung (soll nicht immer die Reichen heissen, da einige das Regierungsprogramm fest mit unterstützen) zu verkaufen.

Link zum Thema Isla Margarita: http://freenet-homepage.de/Venezuela-Reisen/index.html