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Orinoco Delta - Amacuro, Tucupita
Die Sumpflandschaft des Delta Amacuro
Orinoco - der
drittlängste Fluss Südamerikas ist von seiner Quelle nahe
der Brasilianischen Grenze bis zu seinem weit verzweigten
Delta an der Nordküste Venezuelas 2150 Kilometer lang. Die
Tausenden von kleinen Inseln des Deltas sind die Heimat des
"Waraos" Volkes, die in ihren Pfahlbauten wohnen und mit
ihren Kanus ihren Lebensunterhalt mit Fischen verdienen.
An den Ufern des
Orinocos liegen die Städte Tucupita ( Hauptversorgungsstadt
des Deltas) und Ciudad Bolivar ( ehemals Angostura ) - eine
Stadt mit glorreicher Vergangenheit die sich viel kolonialen
Charme bewahrt hat. Von hier startete Simon Bolivar seine
letzte Etappe im Unabhängigkeitskrieg und die Stadt wurde
zur provisorischen Hauptstadt des Landes ernannt. Die
meisten Besucher von Ciudad Bolivar sind auf der Durchreise
nach Canaima, ganz in der Nähe ist der Salto Angel, und
weiter Südwestwerts die Gran Sabana mit ihren Tepuis.
Heutzutage hat sich
in der Region Orinoco eine neue Geldeinnahmequelle gebildet
- das Petroleum, oder Erdöl. Geologen haben riesige
Ölreserven unter dem mehr als 42000km² grossen Delta
entdeckt. Ciudad Bolivar wechselt abermals seinen Charakter
- heute eine geschäftige Ölmetropole. Die Regierung versucht
die Zerstörung der Sumpflandschaft so gering wie möglich zu
halten, jedoch ist es absehbar, dass Großkonzerne tiefer
und tiefer ins Delta vordringen und damit die Lebensräume
der Waraos und Tausenden von Tier und Pflanzenarten
gefährden.
Der Warao Indio
der Moderne ist politisch sehr engagiert, Abgeordnete
kämpfen mit viel Erfolg für die Rechte der ethnischen
Bevölkerung Venezuelas. Im Rahmen des Tourismus sind in der
Neuzeit viele ökologische Projekte entstanden, einige davon
sind mit kleinen Haciendas oder auch einfachen Camps
ausgerüstet, wo Besucher nach einer ausgiebigen Tagestour im
Einbaum, sich ausruhen können. Frischwasser und Elektrizität
wird über Filteranlagen und Stromgeneratoren selbst erzeugt.
Ein Abenteuer
schlechthin ist das Piranhafischen ( der Rotbauchpiranha ist
einer von 32 verschiedenen Piranhaarten, ausserdem
Vegetarier!!! ), das Fleisch wird meistens von anderen
Fischen vorher vom Haken gefressen. Deshalb soll ein Einen
nicht verwundern, wenn an der Stelle, wo sie fischen,
kleine Kinder im Fluss spielen. Ebenfalls ein Erlebnis ist
der Besuch einer der am Ufer liegenden Kaimanfarmen. Der
Orinoco ist sehr beeinflusst vom Hochwasser oder vom
Niederwasser ( marea feliz und marea triste). Bei
Niederwasser ist der Lebensraum der Tiere viel dichter und
somit sind sie gezwungen näher an die Jäger zu kommen. In
der Nacht, falls man sich traut ans Ufergebiet heranzugehen,
kann man, beim anleuchten des gegenüberliegenden Ufers mit
der Taschenlampe viele "glühende Kohlen" sprich Tieraugen
leuchten sehen. Die schönsten Tierbeobachtungen macht man
beim Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang wo die Tiere (
Jaguar, Ozelot, Puma, Brüllaffen ) zum trinken ans Wasser
kommen. Im und direkt am Orinoco zu beobachten sind
Flussdelfine, Kaimane, Seekühe, Flamingos, Ibisse, Reiher
und Papageien.
Verweise und Links auf der Webseite www.scubadiving - margarita.com, www.amormargarita.org und www.mitglied.lycos.de/scubadivers
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