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Isla Margarita 2 Wochen inkl. Tauchkurse für 2 Personen im Dive Inn Oasis
2 Personen ab 799.-€ ohne Flug
Preise und Geldwechseln in Venezuela
Dollar $ / Euro €
Magazin
Überarbeiteter Bericht, Stand: 01.05.08
Seit genau dem 14.10.05 haben sich die Türen für den Internationalen- Geldwechsel in Venezuela geschlossen. Genauer gesagt: wer Geld an nicht offiziellen Stellen wechselt oder als Zahlungs-Währung annimmt wird gesetzlich bestraft. Da sich da keiner daran hält gibt es den Schwarzmarkt welcher speziell auf Margarita an jeder Strassenecke blüht. Doch Vorsicht ist geboten! Fast alles was mit Tourismus verbunden ist versucht sich jetzt über Nacht eine goldene Nase an den Touristen zu verdienen.
Rückblick: Die Insel Margarita stellte durch seine recht günstigen Lebenserhaltungs-Kosten eine beliebte Ferieninsel für Internationale und Nationale Touristen da. Obwohl sie schon seit fast 10 Jahren keine Steuerfreie, sondern nur eine Steuerbegünstigte Zone ist. Tabak, Alkohol und Bekleidung sind die Hauptprodukte des Exportes. Isla Margarita bildet ein Sprungbrett für Ware aus den Orientalischen Regionen für den Karibischen- und auch Lateinamerikanischen Markt. Besonders durch den hohen Wechselkurs auf dem Schwarzmarkt (der Euro steht schon bei fast 7.000.-Bs/€) gefördert ist die Insel ein Paradies für Europäische Urlauber oder Aussteiger.
Derjenige welcher ein armer Schlucker in Europa war, wurde hier mit seinen paar Pfennigen zum König. Mit 1000.-€ konnte man sich den Luxus leisten welcher daheim rund dreimal so viel gekosten hätte. Ein Monatsgehalt des Venezuelanischen Arbeiters liegt bei rund 160.-€. Miete eines kleinen Hauses (Landestypisch) liegt bei rund 100.-€!
Jetzt hat die Regierung härter eingegriffen! Preise in Dollar oder Euro auszuzeichnen war schon seit den Anfängen der 90er verboten, hat aber keinen gestört
dieses doch zu tun! Illegaler Geldwechsel war so populär das selbst das Zimmermädchen im Hotel ihre eigene "Wechselstube" mit sich führte. Jeder kleinere Gauner, Geldwäscher oder Geldfälscher konnte sich wie "Al Capone" fühlen. Der Schwarzmarkt hat viele Leute in kurzer Zeit sehr reich gemacht. Gerade die Leute welche an den Quellen sitzen: Reiseunternehmen, Veranstalter, Autovermietungen, Schmuckgeschäfte und noch viele mehr welche mit dem Tourismus zu schaffen haben. Diese wurden auch gerne als Geldmakler für Venezuelanische Abnehmer genutzt (Kaufhäuser, Rechtsanwälte, Politiker und Militärs).
Jeder Preis, ob internationaler Flug oder Touren, muss in Bolivares ausgezeichnet werden und darf auch nur in diesen bezahlt werden! Jetzt sind die Reise-Anbieter mittlerweile schon so weit, dass sie die Ausflüge welche hier in Venezuela in Bolivares kosten dem internationalem Währungsmark des $ oder des € anpassen. Mit anderen Worten: würde eine Tour 65.000.-Bs kosten was offiziell ca. 30.-$us sind, berechnen sie jetzt umgekehrt = 30.-$ x dem Schwarzmarktkurs. Dadurch werden die Touren in Bolivares so teuer, dass der einheimische Tourist sich diesen Ausflug kaum noch leisten kann. Dies kann nicht richtig sein! Zumal der Service trotz erhöhtem Verkaufspreis kein Stück besser wird, dieses geht zu Lasten des Verbrauchers/Touristen, er wir eigentlich über's Ohr gehauen!
Den Dollar offiziell in einer Bank kaufen ist nur möglich, wenn man der Regierung Auskunft über seine Geschäftsbewegungen gibt - aber wer will schon zugeben was er wirklich verdient? Geldstrafen und Haftstrafen drohen demjenigen jetzt welcher illegal wechselt oder Geld annimmt (doch keinen von der Regierung scheint es wirklich zu interessieren).
Die Regierung will bis Spätestens Anfang 2008 eine Deviseneinfuhr-Kontrolle an den Flug- und Kreuzfahrthäfen einsetzen
Fazit: Der Reisende wird dazu gezwungen seine Devisen schon am Flughafen/Port zu wechseln. Dies kann dazu führen, dass der Reisende, damit er nicht jeden Tag auf die Wechselstube rennen muss, steht's grössere Summen wechseln wird - welches wieder eine höhere Gefahr für Diebstähle oder gar Überfälle ist. Auch das Zurückwechseln wird eine sehr aufwändige Angelegenheit werden.
Was soll damit erreicht werden? Bis jetzt haben die Reichen ihre Schäfchen (Dollars) ins Trockene (Ausland) bringen können - ohne Probleme! Das Geld fehlt jedoch als Kapital in den Investments. So kann sich das Land leider nicht weiter entwickeln, oder nur sehr langsam. Steuern die nie gezahlt wurden, oder wenn doch, meist veruntreut wurden, sind ein weiteres fehlendes Glied in der Kette der Entwicklung des Landes. Dieser harte Eingriff in den Geldhandel betrifft hauptsächlich diejenigen welche eh nie für das Land mitgearbeitet haben, Conquister der Neuzeit - sich bereichern ohne was abgeben zu wollen! Mit dieser Art der Ausbeuterei soll jetzt Schluss gemacht werden. Sind weniger Dollar im Umlauf können auch nur diese weggeschafft werden, dass heisst, wer sein Geld nicht durch die sehr hohe Inflation verlieren will muss es investieren! Die Auswirkungen sind deutlich zu sehen, überall wird gebaut, dadurch wird die Wirtschaft angekurbelt und neue Arbeitsplätze geschaffen. Für uns Europäer nichts Neues aus einer fremden Welt, hatten wir dieses selber schon nach Beendigung des 2. Weltkrieges - der Wiederaufbau.
Nachteile: Import Waren werden in Bolivares überbewertet sein, genauso wie alles was mit Tourismus zu tun hat. Für den Internationalen Urlauber kaum ein Unterschied, aber der Nationale Tourismus wird leiden. Es werden sich immer mehr Arbeiter keinen Urlaub leisten können. Die Defizite werden mit Einsparungen in Personalkosten ausgeglichen, so dass der Arbeiter mehr arbeiten muss für noch weniger Geld.
Das ist der Moment wo die Regierung welche sozialistisch gerichtet ist einschreitet. Grundlöhne werden von der Regierung festgelegt genauso wie die Preise von Grundnahrungsmitteln. Der Arbeiter bekommt Pakete im Sozialen Bereich wie: freie Heilfürsorge, Urlaube über die Staatseigenen Betriebe und Verbände, Lebensmittelkarten zum Einkauf in staatlichen Supermärkten. Der arme Arbeiter wird, wenn er die Regierung unterstützt gefördert und der Reiche, wenn er nicht gebeutelt werden möchte muss neue Wirtschaftszweige schaffen oder die Alten verstärken.
Update vom 01.05.2008
Ähnlich wie im Jahre 2000 versucht dir Regierung den Wechselkurs zu stabilisieren. Der genannte Schwarzmarkt wird durch freigaben der Devisen zum Einsturz gebracht. Die Regierung zahlt aus ihren Dollar Reserven Beträge zu offiziellen Kursen an die Unternehmer. Damit wird die Nachfrage auf dem Schwarzmarkt eliminiert! Der Schwarzmarkt-Kurs ist bereits um fast 2500.-Bs/2,5.-BsF pro Dollar oder Euro gesunken. Der nächste Schritt der Regierung wird sein den offiziellen Dollar- und Eurowechselkurs weiter höher zu setzen. Gleichzeitig werden Grundlöhne und Lebenserhaltungskosten um ca. 40% steigen, was jedoch nicht viel Sinn macht - da das Defizit gleich bleibt. Bis dahin jedoch ist zu beobachten, dass Unternehmer trotz fallender Wechselkurse am Schwarzmarkt ihr Produkte nicht billiger anbieten. Das hat zur Folge, dass Venezuela zu einem sündhaft teueren Land geworden ist!
- Jörg Gessner, SDM Team
Verweise und Links auf der Webseite www.scubadiving - margarita.com, www.amormargarita.org und www.mitglied.lycos.de/scubadivers
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