Stadt des schwarzen Goldes
Wie in einem Wespennest ist das bunte Treiben in den schmalen Gassen von Puerto la Cruz. „Buhoneros“ – Marktschreier welche ihre Ware auf die verschiedensten Arten und Weise anpreisen. Schwerpunkt ist der „Conejero“ in der Calle Buenos Aires und der Plaza Bolivar. Der berühmte Paseo Colón , der Boulevard entlang der Bayside wird erst ab Einbruch der Dunkelheit so richtig lebendig. Avenida 5. de Julio und die Avenida Municipal bieten mehr die moderne Grosstadtmetropole mit Kaufhäuser
n und Supermärkten. Wer immer noch nicht genug eingekauft hat, fährt in Richtung la Lecheria in die beiden Einkaufszentren Plaza Mayor und City Mall.
Das Nachtleben besteht aus Nachtclubs, Dislotheken und wirklich anrüchigen Etablissements. Als europäischer Tourist sollte man sich dort nicht blicken lassen. Unheimlich viele Bettler und „Malandros“ – zwielichtige Gestalten. Da Puerto la Cruz eine Hafenstadt ist, kann man es leicht als das Shanghai Venezuelas bezeichnen. Alle Arten von Rassen und Religionen kommen hier zusammen. Ü
berwiegend, fast 60%, arabischer Abstammung, 20% Chinesen und was übrig bleibt nennt sich dann Venezolaner. So ist es nicht verwunderlich, dass der Gouverneur von Puerto la Cruz selber arabischer Abstammung ist ( Stand 2006 ). Ein arabisches Restaurant reiht sich ans Nächste, ab und zu wird diese Kette durch ein Chinarestaurant oder einer Pizzeria unterbrochen. Selbstverständlich auch hier der nicht weg zu denkende MacDonalds.
Die meisten Menschen, wenn sie nicht in den vielen Restaurants arbeiten, sind in der Ölraffinerie „Jose“ angestellt. Auch der Import/Export zu den Asiatischen und Arabischen Ländern ist sehr stark vertreten. Durch das etwas höhere Einkommen der Arbeiter in dieser Stadt, soll es einem auch nicht wundern, dass die Preise in Bekleidung und Lebensmittel wesentlich höher liegen als in anderen Teilen des Landes. Auffallend vielen modernen Autos begegnet man auf den dicht befahrenen Strassen. Motorräder hat es hier nur wenige!
Die Unterbringung reichen von einfachen „Posadas“ Fremdenzimmer bis hin zu einfachen und mittleren Hotels: Posada Diana, Posada Monte Rey, Hotel Riviera, Hotel Melina sind nur einige der vielen Unterkünfte. „Backpacker“ sind hier auf den Strassen ein typische Bild, da Puerto La Cruz der Kontenpunkt zwischen der Insel Margarita, National Park Mochima, der Ölstadt Maturin und Barcelona, natürlich auch zu der Hauptstadt Caracas bildet. Die Fähren „Conferry“ und „Ferry Ven“ mit ihren Schiffen bilden eine schnelle Verbindung zwischen Isla Margarita, Cumana und Caracas. Auch der Busterminal hat Verbindung in allen Richtungen. Wer ein wenig schneller und trotzdem günstig Reisen möchte, kann auf die traditionellen „Porpuestos“ Sammeltaxis zugreifen, jedoch sei gewarnt dass die Fahrer nur Vollgas und keine Bremsen kennen.
Das Gesicht von Puerto La Cruz wird von der Ölindustrie geprägt! Grosse Tanker an den Ladestationen welche das Öl überall auf der Welt hinfahren. Schon fast nicht in das Bild passend der im Vordergrund gelegene National Park Mochima welcher zwar sehr schön ist, aber jedoch bestimmt durch den regen Schifffahrtsverkehr Schaden nimmt.
Täglich fahren Wassertaxis vom Plaza Colon zu den Badesstränden: El Faro, Purinare und El Saco. Sehr schöne Badestrände mit kristallklarem Wasser, ideal um mal eine Schnorchelstunde einzulegen (siehe unter „Mochima“). Treffpunk ist zwischen 09:00Uhr und 10:00Uhr am Strand vor der Plaza Colon. Die Tarife der Wassertaxis liegen bei ca. 4-5.-$us in Landeswährung.
Gleich neben dem Plaza Colon ist die „Marina Puerto La Cruz“ – der Jachthafen. Hier stehen die Nobel Wasserflitzer (Die Reichen Leute nehmen ihre Boote mit nach Hause! Lecheria, dort wo die Reichen leben, ähnelt sehr Amsterdam – alles mit Wasserkanälen durchzogen.) welche am Wochenende spazieren gefahren werden. Im vorderen Teil der „Marina“ dort wo der Parkplatz ist, befindet sich auch die Tauchschule Aquatic Adventures von Gina Malpica, SSI Instructor Trainer www.aquaticadventures-mochima.net.tc .
Interessant ist es auch zu den „Altos“ von Puerto La Cruz in die Berge zu fahren. Kaffeeplantagen, Ackerbau und Kunsthandwerk sind die markanten Punkte in dieser doch recht sehr kleinen Comunity.
