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Isla Cubagua - Wrackship
Magazin
Zwischen Margarita und dem Festland liegt Cubagua mit seinen weitläufigen, einsamen Natursandstränden. Christoph Columbus entdeckte die Perleninsel 1498 und 1528 wurde hier von Auswandern aus Santo Domingo die erste Siedlung Südamerikas gegründet: "Nueva Cadiz". Bis 1541, als die Stadt "Nueva Cadiz" durch ein Seebeben zerstört wurde, ertauchten die versklavten Guaiquerie Indios für die Spanier rund 11 Tonnen Perlen. An Seilen und mit Steinen beschwert warf man die Indios mit einem Korb ins Wasser und viele starben ob der Gier nach Perlen der spanischen Königin Isabella.
Man kann noch heute die Ruinen unter anderem eines Franziskanerklosters in der Salzwüste besuchen. Auf der Insel leben nur 4 Fischerfamilien. Aus alter Zeit stammt der Jungbrunnen, der nach der Überlieferung mit einem Bad um 10 Jahre jünger macht. Es handelt sich um einen Teich der vom Meeresgrundwasser gespeist wird und starke Anteile an Kalzium und Schwefel hat. Die wenigen Fischer die hierher kommen und natürlich wir "Gringos" baden darin und schmieren uns den schwarzen Schlamm über die Haare und den ganzen Körper. Anschliessend geht´s zu einem erfrischenden Bad im Meer.
In der Salzwüste wird auch die "Longo" gejagt. Diese Schlangenart wird gekocht und nur mit Zitronen mariniert. So soll sie eine starke aphrodisierende Wirkung haben. An der N-Spitze der Insel steht ein rot-weiß-roter Leuchtturm. Daneben haben Fischer ein kleines Camp errichtet. Nur ca. 200 Meter entfernt an der Ostseite sind ausgedehnte Austernbänke. Die Austern und Muscheln liegen in ca. 2 Metern Tiefe und wie viele Perlen dabei sind, erzählen wir hier nicht. Das Perlenfischen ist nämlich offiziell verboten.
An der Anlegestelle "Ensa de Charagato" liegt zum Greifen nahe das Wrack einer Auto-Fähre. Die Schiffsaufbauten sind gut sichtbar über Wasser und der Rumpf ist für Taucher und Schnorchler ein Genuss! Allerdings sind über die Jahre die tragenden Teile durch den Rost arg verfault und von daher für den ungeübten Taucher oder Schnochler eine grosse Verletzungsgefahr. Wie schon auf unseren Fotos von Cubagua sichtbar ist das einzig Interessante das Durchstöbern des Wracks. Der hintere Laderaum mit Rampe und 2 Autowracks, der Maschinenraum (nur senkrecht Ein- und Austauchen) und die Steuerkanzel (sehr wenig Bewegungsfreiheit). Andere Öffnungen sind nur zugänglich durch ablegen des Tauchgerätes und dieses vor sich führen (das sollte man vorher schon gut geübt haben).
Die Tauch Tour selber wird von erfahrenen Dive Mastern mit Kenntnissen in Wracktauchen geleitet. Anfänger sollten die Flossen davon lassen. Schnorchelgerät ist auf den Ausflügen immer kostenlos dabei. Ab/Anlegestelle der Boote nach Cubagua ist die kleine Landspitze Punta de Piedras, von wo aus auch nahe gelegen die Insel Fähren Margaritas anlegen. Bei normaler Wetterbedingung dauert die Überfahrt zur Insel Cubagua ca. 1 Std, was nicht bedeutet dass es eine ruhige Überfahrt wird.
Jörg Gessner, SDM Team

Verweise und Links auf der Webseite www.scubadiving - margarita.com, www.amormargarita.org und www.mitglied.lycos.de/scubadivers
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