Inseln von Venezuela
Themen:
Morrocoy,
Mochima, La Tortuga, Los Roques, La Blanquilla, Los Frailes,
Isla Coche, Isla Cubagua
Venezuela ist
für Schnorchler wie 1001 Nacht für Kinder, einfach
umwerfend! Ob es an der Küste oder an den vorgelagerten
Inseln ist, es lohnt sich immer Schnorchel-Maske und flossen
mitzuhaben. Wer keine dabei hat, kann sich diese bestimmt
auf organisierten Ausflügen welche leihen.
An der Küste
sind die beliebtesten Plätze die National Parks Morrocoy und
Mochima. Als Inseln vor der Küste von Venezuela sind La
Tortuga, Los Roques, La Blanquilla, Islas Los Frailes, Coche
und Cubagua hauptsächliche Ausflugsziele für Schnorchler.
National
Park Morrocoy: Am einfachsten erreicht man dieses Gebiet
über die Zufahrt von Tucacas und Chichirivichi.
Impressionates Küstengebiet mit Steilfelsen, Klippen und
Höhlen von wo aus man zu den "Callos" gelangt. Die Callos
sind flache Inseln mit Korallen-Atollen welche durch das
klare
Wasser
wirklich an Karibik erinnern. Jedoch ist der Bewuchs der
Inseln meist aus Dornensträuchern und nicht aus
Palmenhainen. Die grösseren Inseln haben Touristische
Einrichtungen welche auf den venezolanischen
Wochenend-Urlauber ausgerichtet sind. Boote fahren von
Tucacas und Chichirivichi jeden Morgen als Wasser-Taxis zu
den verschiedenen Inseln. Top Inseln sind: Callo Boracho und
Callo La Abuelita. Am Nachmittag holt das Wasser-Taxi einen
wieder ab. Die Unterbringungen in Chichirivichi sind
wesentlich teurer als die von Tucacas! Hotels und Posadas
gibt es an jeder Ecke, jedoch am Wochenende muss man früh
genug kommen - sonst ist alles dicht!
National
Park Mochima: Bietet mit seinen fast 300 Inseln von
Puerto La Cruz bis Playa Blanca, noch hinter Cumana wohl die
grösste Inselansammlung von Venezuela. Nur wenige Inseln
haben ric htige
"Badestrände", jedoch kann man bei jeder Insel ausgiebig
Schnorcheln. Von Puerto la Cruz bekommt man Wasser-Taxis zu
den drei beliebtesten Inseln welche in unmittelbarer Nähe
des Ports liegen. Auch hier herrscht das selbe Prinzip wie
in Morrocoy. Idyllischer ist es jedoch von den kleinen
Küstendörfern Santa Fe oder Mochima aus zu fahren. Diese
kleinen Dörfer bieten günstige Posadas welche oft mit
Fischern zusammen organisierte Schnorchelausflüge oder
Delfin-Touren anbieten. Cumana ist bis auf ein paar Hotels
und Posadas eigentlich nicht so für den Touristen ein
Reiseziel, jedoch die nahe gelegenen Strände von Playa
Blanca, Playa Medina und Puri Puri sind bestimmt einen
Besuch mit der Schnorchelausrüstung wert!
La Tortuga:
Diese Insel wird fast ausschlisslich von Yachten angefahren,
welche Hochsee-Angeln mit Schnorcheln kombinieren. Auch
kleiner Air-Taxis fliegen diese nicht touristische Insel von
Caracas aus an. Feste Flugzeiten gibt es aber nicht, da
alles per Charter geht. Die Preise sind dementsprechend hoch
und für den normalen Pauschaltouristen eigentlich
uninteressant!
Los Roques
National Park: Das Hauptreiseziel Nr.:1 aller
Schnorchler! Ein Korallen-Archipel mit idealen W asserbedingungen
und Karibischen Fischen. Jedoch, was beliebt ist - ist meist
auch sehr teuer. Tagesausflüge werden von Caracas, Isla
Margarita und Barcelona aus angeboten. Alle Ausflüge sind
mit Guir, Essen und Trinken. Nach der Ankunft auf Gran
Roques wird man meist auf Segelbooten oder Katamaranen
untergebracht, welche dann 1-2 verschiedene Inseln in
unmittelbarer Nähe anfahren. Oftmals ist jedoch die Zeit
begrenzt vorgegeben - so dass, wenn man sich gerade
"Apettit" geholt hat auch schon wieder auf's Boot zurück
muss. Schade eigentlich!
La
Blanquilla: Eine tellerförmige sehr flache Insel mit
schneeweissen Stränden
und
kaum Baumbewuchs. Die Insel bietet einige schöne Flecken mit
kristalklarem Wasser und vielen karibischen Fischen. Die
Anreise zu dieser Insel ist ein wenig schwer, ab und zu
werden Flüge von Caracas oder Isla Margarita aus angeboten.
Meist muss man es jedoch auf den Seeweg versuchen, 3-4
Stunden Bootsfahrt mit Yachten oder 5-6 Stunden mit
Segelbooten sind für Süsswasser-Matrosen bei dem Wellengang
eine ganz schöne Zumutung.
Islas Los
Frailes: Von der Hauptinsel Margarita aus einfach und
schnell zu
erreichen.
35min Bootsfahrt, organisiert mit Essen und Trinken werden
für wenig Geld von vielen Fischern und Reiseagenturen
angeboten. Es gibt zwar deutliche qualitative Unterschiede
zwischen den Veranstaltern, doch ist das Ergebnis das selbe:
Schnorcheln! Für einen Tag bestimmt kein verlorenes Geld.
Isla Coche:
Coche ist bestimmt nicht die beste
Entscheidung wenn es ums Thema Schnorcheln geht.
Fälschlicher Weise wird Coche immer wieder als Schnorchel
Tour angeboten. Es ist mehr eine Boots Tour mit einer
kleinen Schnorchelpause an einem Platz nicht grösser als ein
Tennisplatz, der Rest ist Strandaufenthalt mit bisschen
Animation! Ausflüge können in jedem Reisebüro gebucht
werden.
Isla
Cubagua: Auch hier ähnlich wie Coche ist der meiste
Zeitaufwand auf den organisierten Ausflügen am Strand.
Interessant jedoch ist das Schnorcheln um das Schiffswrack
,der vor 30 Jahren gesunkenen Fähre, welches bis zu 7m aus
dem Wasser heraus ragt. Aufgepasst, die Verletzungsgefahr an
diesem recht rostigen Gestell ist sehr gross. Auch dieser
Ausflug kann in jedem Reisebüro gebucht werden.
National-Park Mochima
Mochima -
Puerto La Cruz
Hunderte von kleinen Inseln "Cayos" bizarr zerklüftet,
ausgewaschen durch die in Millionen von Jahren sich bewegende
See, des Regens und der Sonne. Dazwischen immer wieder kleine
Badebuchten mit Sandstränden,
ideal
um mal so richtig auszuspannen. Karibik Flair mit Blick aufs
Festland (Puerto La Cruz liegt keine 5Km vom bekannten
Badestrand "El Faro" entfernt!). Der National Park Mochima ist
ein Plateau, 30-50m tief, welches sich von Puerto La Cruz
entlang der Küste bis zum Playa Blanca - Peninsula Arayes
ausstreckt. Dahinter gelegen der über 1000m tiefe Graben "La
Chiminea" welcher sehr kaltes Wasser in den National Park
hineindrückt. Die Wassertemperaturen liegen durchschnittlich bei
21-24°c welches wiederum für eine andere Fauna und Flora sorgt
als die man in weiteren Regionen der Küste Venezuelas finden
kann. Gerade die Korallenwelt macht den National Park Mochima
zum Erlebnis, grosse Fischschwärme wie bei Los Frailes - Isla
Margarita oder auf Los Roques findet hat man hier nicht. Eine
der U rsachen
dafür ist die hohe Anzahl an Delfinen, eine andere (unserer
Meinung nach) der starke Schiffsverkehr am Rande des National
Parks: Fähren, Containerschiffe und Öl-Tanker.
Von Puerto La Cruz aus kann man kleinere Wasser-Taxis
(Sammelboote) mieten um sich zu den nahe gelegenen Badestränden
übersetzen zu lassen! Zu finden sind diese im "La Marina -
Puerto La Cruz", Privat Hafen. Gleich daneben die SSI
Tauchschule
Aquatic Adventures - Lolo's Dive Center. Tauchausflüge
lohnen sich wirklich, denn es hat für jeden Geschmack etwas:
Höhlen, Grotten, Steilwände, Thermal-Spalten und viele Nischen
und kleinere Plateaus mit Sehenswürdigkeiten. Auf Grund der
geringen Strömu ng
ein ideales Gebiet für Tauchanfänger und Unterwasser Fotografen.
Auch Nachttauchgänge am bekannten "Tambor", 2-20m tief am
Festland bei Puerto La Cruz, sind lohnenswert. Mit den
Unterwasser Lampen das Plankton anstrahlen (es aufladen) und
dann die Lichtquelle ausstellen, das aufgeladene Plankton
leuchtet wie kleine Glühwürmchen in der Nacht.
Im National Park findet man auch einige Tiere welche
einzigartig auf der Welt sind, besonders in der Schnecken
Kategorie kann man dort viele Tierarten kennenlernen.
Puerto
La Cruz selber ist wie "Klein Shanghai", eine sehr belebte
kleine Ölstadt mit vielen Vierteln wo man selbst bei Tage nicht
durchlaufen sollte (die Kriminalität ist schon sehr hoch hier)
Auch die Anzahl der auf der Strasse lebenden Obdachlosen ist
enorm hoch. Am belebtesten und auch wohl am sichersten ist der
Boulevard "Paseo Colon". Hier trift man sich am Abend an der
Promenade! Fast 3Km lang erstrecken sich Restaurants, Bistros
und Pizzerien aneinandergekettet. Am stärksten vertreten ist die
Arabische-Küche.
Das Öl regiert, der Reichtum und die Armut leben hier Tür an
Tür. Das Nobel Viertel am Rande von Puerto La Cruz heisst
"Lecheria". Wie Amsterdam, eine kleine Wasserstadt mit
Einkaufszentrum von Zig Kanälen durchsäumt. Hier hat jeder ein
kleines Boot, Yacht oder noch Grösseres! Wie wir in Deutschland
zu unseren Auto- oder Motorradtreffen am Wochenende fahren,
kommen hier die Nobel Streamliner an den bekannten Badebuchten
zusammen und geben ihre privaten Boots-Partys. Ein Bild wie man
sich es nur in Maiami vorstellen könnte. National Park Mochima
gehört am Wochenende der Uperclass von Puerto La Cruz und
Caracas. Anders dagegen das ca.30Km entfernte Dor f
Mochima. Ur-Typisches kleines Fischerdorf mit schlechten
Strassen. Sehr abgelegen am Festland, im mittleren Teil des
National Parks. Hier findet man 2-3 "Posadas" eine
Kneipe/Restaurant und eine Menge an Ruhe. Meist nur von
Rucksack-Touristen angesteuert ist der Tourismus hier noch
ziemlich unerforscht.
Die nahe gelegenen Aushänge-Badestrände wie "Playa Colorada"
oder "Santa Fe" sind in unmittelbarer Nähe, so, dass man jeden
Tag zu einem anderen Traum-Strand fahren kann. Gerade das kleine
Dorf Santa Fe bietet einige Unterbringungsmöglichkeiten und gute
kleinere Restaurants! Hier findet man viele Rucksack-Touristen
welche Santa Fe als Sprungbrett um nach Cumana oder Maturin und
Puerto La Cruz zu reisen. Auch hier sind die kleinen "Cayos" mit
ihren Sandstränden das Aushängeschild des National Parks.
Der National Park Mochima ist eine Reise wert! Mit
Karibik-Flair unweit von der Küste Venezuelas ein Paradies für
Sonnenanbeter und Wasserratten.
Hier die Webseite von unserem SSI Partner in Mochim Peurto La
Cruz:
Tauchen
in Mochima National Park
Los Roques -
Archipel
Die Inselgruppe Los Roques
Wer einen kurzen, wenn auch
nichtgerade billigen Abstecher in Traumgefilde aus Meer, Sand
und Sonne
unternehmen will, buche einen Flug zur Inselgruppe Los Roques.
Die Strände sind aus feinstem weißen Sand, das Wasser in den
Lagunen schimmert in den auserlesensten Türkistönen, und die
Möglichkeiten zum Schwimmen und Schnorcheln sind geradezu
phantastisch.
Der Archipel, etwa 150 km nördlich von Caracas im karibischen
Meer gelegen, besteht aus 47 Inseln, die aus verschiedenen
Korallenarten aufgebaut sind; 1972 wurde das Gebiet (insgesamt
225153 ha) zum Nationalpark erklärt, um das empfindliche
Ökosystem mit einer reichen Fisch- und Vogelwelt zu schützen.
Dauerhaft besiedelt wurde die Inselgruppe erst zu Beginn unseres
Jahrhunderts, als sich Fischer aus Margarita hier niederließen.
Heute sind rund 1000 Roqueños auf dem Archipel ansässig,
vorwiegend auf El Gran Roque, der Hauptinsel. Hinzu kommen
alljährlich einige hundert Fischer aus Margarita, die sich in
der Zeit des Langustenfangs hier vorübergehend aufhalten. Der
Tourismus hat in den letzten Jahren beträchtlich zugenommen, die
Zahl der Unterkunftsangebote ist sprunghaft gestiegen, und die
Gefahr besteht, dass die mit dem Fremdenverkehr verbundenen
wirtschaftlichen Interessen mit den Erfordernissen des
Naturschutzes kollidieren. Eine von der Naturparkbehörde
INPARQUES schon 1986 vorgenommene Zoneneinteilung des Archipels,
nach der touristische Aktivitäten auf bestimmte Abschnitte
begrenzt werden, soll eine zu starke Beanspruchung des Gebietes
verhindern helfen. Durch behördliche Vorschriften und Kontrollen
wird zudem das Kontingent der Touristen, die sich im
Nationalpark aufhalten, überschaubar gehalten.
Isla Cubagua -
Wrackship
Zwischen
Margarita und dem Festland liegt Cubagua mit seinen
weitläufigen, einsamen Natursandstränden. Christoph Columbus
entdeckte die Perleninsel 1498 und 1528 wurde hier von
Auswandern aus Santo Domingo die erste Siedlung Südamerikas
gegründet: "Nueva Cadiz". Bis 1541, als die Stadt "Nueva Cadiz"
durch ein Seebeben zerstört wurde, ertauchten die versklavten
Guaiquerie Indios für die Spanier rund 11 Tonnen Perlen. An
Seilen und mit Steinen beschwert warf man die Indios mit einem
Korb ins Wasser und viele starben ob der Gier nach Perlen der
spanischen Königin Isabella.
Man
kann noch heute die Ruinen unter anderem eines
Franziskanerklosters in der Salzwüste besuchen. Auf der Insel
leben nur 4 Fischerfamilien. Aus alter Zeit stammt der
Jungbrunnen, der nach der Überlieferung mit einem Bad um 10
Jahre jünger macht. Es handelt sich um einen Teich der vom
Meeresgrundwasser gespeist wird und starke Anteile an Kalzium
und Schwefel hat. Die wenigen Fischer die hierher kommen und
natürlich wir "Gringos" baden darin und schmieren uns den
schwarzen Schlamm über die Haare und den ganzen Körper.
Anschliessend geht´s zu einem erfrischenden Bad im Meer.
In
der Salzwüste wird auch die "Longo" gejagt. Diese Schlangenart
wird gekocht und nur mit Zitronen mariniert. So soll sie eine
starke aphrodisierende Wirkung haben. An der N-Spitze der Insel
steht ein rot-weiß-roter Leuchtturm. Daneben haben Fischer ein
kleines Camp errichtet. Nur ca. 200 Meter entfernt an der
Ostseite sind ausgedehnte Austernbänke. Die Austern und Muscheln
liegen in ca. 2 Metern Tiefe und wie viele Perlen dabei sind,
erzählen wir hier nicht. Das Perlenfischen ist nämlich offiziell
verboten.
An
der Anlegestelle "Ensa de Charagato" liegt zum Greifen nahe das
Wrack einer Auto-Fähre. Die Schiffsaufbauten sind gut sichtbar
über Wasser und der Rumpf ist für Taucher und Schnorchler ein
Genuss! Allerdings sind über die Jahre die tragenden Teile durch
den Rost arg verfault und von daher für den ungeübten Taucher
oder Schnochler eine grosse Verletzungsgefahr. Wie schon auf
unseren Fotos von
Cubagua
sichtbar ist das einzig Interessante das Durchstöbern des
Wracks. Der hintere Laderaum mit Rampe und 2 Autowracks, der
Maschinenraum (nur senkrecht Ein- und Austauchen) und die
Steuerkanzel (sehr wenig Bewegungsfreiheit). Andere Öffnungen
sind nur zugänglich durch ablegen des Tauchgerätes und dieses
vor sich führen (das sollte man vorher schon gut geübt haben).
Die
Tauch Tour selber wird von erfahrenen Dive Mastern mit
Kenntnissen in Wracktauchen geleitet. Anfänger sollten die
Flossen davon lassen. Schnorchelgerät ist auf den Ausflügen
immer kostenlos dabei. Ab/Anlegestelle der Boote nach Cubagua
ist die kleine Landspitze Punta de Piedras, von wo aus auch nahe
gelegen die Insel Fähren Margaritas anlegen. Bei normaler
Wetterbedingung dauert die Überfahrt zur Insel Cubagua ca. 1
Std, was nicht bedeutet dass es eine ruhige Überfahrt wird.
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